{"id":305,"date":"2018-10-22T14:25:53","date_gmt":"2018-10-22T12:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orangeaudio.de\/blog\/?p=305"},"modified":"2018-10-22T14:48:17","modified_gmt":"2018-10-22T12:48:17","slug":"studer-962-analogaufnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orangeaudio.de\/blog\/2018\/10\/22\/studer-962-analogaufnahmen\/","title":{"rendered":"Studer 962 &#8211; Paul Zwicky und sein Patent"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen der\u00a0Analogue Audio Association e.V. m\u00f6chte ich rein analoge Aufnahmen von Jazz- und Klassikkonzerten durchf\u00fchren. Hierzu kaufte ich vom Musikregisseur und Tonmeister des Unterhaltungsorchester des Schweizer Radios ein Studer 962. Dieses Pult kostete in den 80er jahren ca. 30.000 CHF<\/p>\n<p>Das Grundkonzept stammt von Paul Zwicky (Elektronik) und Hermann Stierli (human engineering). In der Studiotechnik werden symmetrische Audioleitungen verwendet, wobei der Eingang eine m\u00f6glichst hohe Gleichtaktunterdr\u00fcckung aufweisen soll. Studer hatte immer die Pflichtenhefte des Rundfunks zu erf\u00fcllen, welche bei ca. 60dB lagen. Da damals Eingangs\u00fcbertrager teilweise in Bezug auf Frequenzgang und Verzerrungswerte einen schlechten Ruf hatten, setzte man vermehrt auf aktive trafolose Eingangsschaltungen. Diese haben allerdings auch Nachteile, wie eine ungen\u00fcgende Gleichtaktunterdr\u00fcckung bei tiefen Frequenzen und eine reduzierte maximale Eingangsspannung.<\/p>\n<p>Akzeptiert man dies nicht, so muss der Transformator unweigerlich so gut gebaut werden, dass dieser die Anforderungen entspricht. Der Klirrfaktor soll also max. 0,1% betragen und eine Eingangsspannung bei 30Hz von +6dBU m\u00f6glich sein. Soll der Eingangswiderstand die 100Ohm nicht \u00fcberschreiten, so liegt das Volumen dieses Transformators laut der schweizer Zeitschrift Swiss Sound bei 40cm<span id=\"zeichen\" class=\"user-select\">\u00b3<\/span>, das Gewicht bei 200Gramm und er w\u00fcrde 30Dollar kosten (damals).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Regiepulte 961\/962 musste also eine L\u00f6sung gefunden werden, welche noch geringere Verzerrungen aufweist und zudem finanzierbar ist.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung war eine Seriengegenkopplung auf den Prim\u00e4rkreis.<em> (Die Informationen stammen aus dem SwissSound-Artikel. Ich bin zuwenig elektronisch bewandert hierf\u00fcr. )<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_309\" aria-describedby=\"caption-attachment-309\" style=\"width: 420px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-309 size-full\" src=\"https:\/\/www.orangeaudio.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Unbenannt.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.orangeaudio.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Unbenannt.jpg 420w, https:\/\/www.orangeaudio.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Unbenannt-300x263.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-309\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: SwissSound11-1<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Details kann man in den Artikel nachlesen. Jedenfalls war der Patentinhalt ein Produkt, welches nur 33Gramm wog und 6 Dollar kostete.<\/p>\n<p>Die Gleichtaktunterdr\u00fcckung lag bei 50-60Hz bei gr\u00f6\u00dfer <strong>120dB<\/strong>, bei 4kHz waren es gr\u00f6\u00dfer 90dB.<\/p>\n<p>Der Frequenzgang bei 10Hz -0,1dB, 16kHz 0dB und <strong>66kHz<\/strong> -3dB.<\/p>\n<p>Die Tiefton\u00fcbertragungsqualit\u00e4t kleinvolumiger \u00dcbertrager war also an die der gro\u00dfen \u00dcbertrager angekommen. Zwicky ist das so eindrucksvoll gelungen, dass der \u00dcbertrager noch heute im Neutrik NRM4 und NTL1 gebaut wird.<\/p>\n<p>Diese spezielle Luxusversion ist ausschlie\u00dflich im 961\/962 verbaut. In gr\u00f6\u00dferen Pulten ist eine abgespeckte Version integriert.<\/p>\n<p><em>Herzliche Dank f\u00fcr die viele Hilfe und Informationen an Hans-Joachim R\u00f6hrs &#8211; Tonmeister VDT, der die Entwickler noch pers\u00f6nlich kennt\/kannte.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der\u00a0Analogue Audio Association e.V. m\u00f6chte ich rein analoge Aufnahmen von Jazz- und Klassikkonzerten durchf\u00fchren. Hierzu kaufte ich vom Musikregisseur und Tonmeister des Unterhaltungsorchester des Schweizer Radios ein Studer 962. Dieses Pult kostete in den 80er jahren ca. 30.000 CHF Das Grundkonzept stammt von Paul Zwicky (Elektronik) und Hermann Stierli (human engineering). 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