Mastering Equalizer

Vom Verkäufer des 962 (ehemaligen Tonmeister  Unterhaltungsorchester Schweizer Radio)  erhielt ich heute einen CALREC, Model RQQ 2200. Dieser wird für die Überspielung der Bandkopien verwendet.

Tonbandspulen selfmade

Da die B67MKII 30cm Wickel aufnimmt, es in der Größe aber nur NAB-Spulen gibt, entschloss ich mich diese selbst zu fertigen.

Links die MKI, die max. 28cm Wickel nimmt, rechts die MKII mit 30cm Spulen.

B67 MKI – Revision

Diese kam über die HiFi-Legende und Foreninhaber von http://new-hifi-classic.de/forum/index.php Jürgen Heiliger zu mir. Die Maschine war beim Schweizer Rundfunk und in sehr gutem Zustand.

Da diese Maschinen aber 30-40 Jahre alt sind, müssen z.B. Entstörkondensatoren (Rifas) und manche Elkos getauscht werden. Dies führte wieder der befreundete E-Ing. aus. Hier einige Bilder von ihm:

Recordingkarte vor der Revidierung
danach
Wiedergabekarte zuvor
danach
Messtechnik bei Volker

Der alte Fuchs Volker hat mir hier die frontseitigen 2 Knöpfe umfunktioniert in Vor- und Hinterband
SM900 bei 9cm (ungeeignet für diese Geschwindigkeit)
SM900 bei 19cm/s
SM900 bei 38cm/s

Anschließend bekam sie noch hübsche Seitenleisten

Und die Heirat:

Die Revision Studer 962

 

Es ist noch gut erhalten, aber an einigen Kanalzügen waren die Elkos doch schon am Ende bzw. hatten nur noch die halbe Kapaziät. Da kommt es natürlich nicht ungelegen, dass Freund und Kumpel Johannes sich erst eine Profientlötstation gekauft hatte, diese aber noch nicht ausgepackt war.

Lötstelle mit Stereomikroskop

Glücklicherweise ist das Pult modular/steckbar aufgebaut. In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft unvorstellbar.

Wochen später

Hier der Monokanal mit Studerfader in Originalzustand,

und hier mit Penny & Giles Fader

und hier mit neuen Elkos

In einigen neueren Zügen waren noch alle Elkos i.O. und so wurde nur ein Tantal gewechselt.

Bilder über die Zerlegung/Reinigung/Schmierung der Fader

Studerfader
defekte/fehlende Führungsbuchse
Kontaktfeder defekt

Es folgte noch eine Überholung des Netzteils durch einen befreundeten Elektro-Ingenieurs

und die Fertigung der Breakoutbox,

sowie die Peitsche von den Insert-Sends zum Fireface, falls es dann doch mal Digital wird, bzw. das Monitoring über dieses geschieht.

 

Die Einmessung

Eine Bandmaschine wird immer zuerst wiedergabeseitig mit Hilfe einen Mess/Bezugsbandes eingestellt. Hierauf sind Bezugspegel und Messtöne.

B67MKII VU Justage

Das Trennspurband hat Peter Ruhrberg speziell angefertigt. Hier wurde in den 0,75mm breiten, eigentlich stillen Bereich zwischen den beiden Kanälen ein Signal aufgezeichnet. Hierfür hat er eine Telefunken M15 auf 2 Löschköpfe umgebaut, ein Band mit Vollspur aufgezeichnet und nun die eigentlichen Signalbereiche mit den Löschköpfen gelöscht, sodass nur die 0,75mm breite Spur übrig blieb. Mit Hilfe dieses Bandes kann man die Kopfhöhe extrem genau einstellen. 1/4 bis 1/2 Umdrehung der M3 Einstellschraube macht hier ca. 20dB Differenz aus.

Trennspurband 20dB Differenz
Kopfhöhe justiert
Pegelabgleich auf 250nWbm
Azimut vorher
Azimut justiert

Danach werden verschiedene Sinustöne mit dem Bezugsband abgespielt und die EQ´s der Wiedergabelaufwerkskarte eingestellt.

Anschließend habe ich mit dem Audiotester die Aufnahme justiert und folgendes Ergebnis erzielt.

LPR90 19cm
LPR90 38cm

 

Die erste Bandmaschine

war eine Studer B67MKII, welche beim Kauf in Rauch aufging. Die Maschine wurde durch eine Fachwerkstatt restauriert, weshalb ich keine Bilder hiervon habe.

Da die VU-Meter für Aussteuerungszwecke nicht geeignet, bzw. zu träge sind, habe ich mir einen 5-Pol Anschluss für ein RTW-Meter eingebaut. Hierüber wird das RTW mit 24V und dem Audiosignal versorgt. Zustätzlich habe ich von der Werkstatt die Wiedergabeplatinen dahingehend modifizieren lassen, dass ich per Schalter von CCIR auf NAB Entzerrung umschalten kann.

Die erste Begegnung

Das erste Band, bzw. die erste Masterbandkopie hörte ich im Dacapo / Fürth, was ein ziemlich nachhaltiges Erlebnis war.

 

Gerade da ich von dieser Aufnahme die LP besitze, war ich von der Dynamik beeindruckt.