Grundig SXV6000

Diesen wunderschönen Class-A Vorverstärker habe ich als Jungspund bei meinem Cousin in den 80er Jahren immer bewundert und nun ist mir doch einer für kleines Geld zugeflogen.

Er kostete damals 750DM und bringt 6kg auf die Waage. Der Signalrauschabstand für Line-Geräte liegt um die 100dB. Die Ausstattung ist äußerst umfangreich.

Da der Netztrafo auf 220V ausgelegt ist und der Verstärker in Class-A schon damals recht warm wurde, läuft er bei mir am Regeltrafo mit ca. 216V. Unser Stromnetz liefert ja ca. 230V, was zu einer doch recht hohen Temperaturentwicklung führt. Zudem habe ich die Kühlung der Transistoren etwas verbessert (siehe Bilder weiter unten).

Das Innenleben mit den 2 schwarzen Kühlplatten (rechts neben dem Trafo) und den 4 darauf montierten Transistoren.
Hier die 5 verbauten Transistoren, wobei eine Kühlplatte schon entfernt wurde.
Der BD899A Transistor wurde mit 2 Kühlkörpern besser gekühlt, wobei darauf zu achten ist, dass dieser weiterhin durch die Glimmerscheibe zur Masse isoliert ist (andernfalls wird der Sicherungswiderstand auf 3Uhr vom linken Pfeil zerstört – was natürlich passierte….)
Netzteilelko´s wurden erneuert
Hier der Phonoteil, wo leider das Bild nach der Bauteilerneuerung verschwunden ist.
Der Marantz-Receiver klang immer recht müde, besitzt aber zum Glück eine Auftrennbare Vor- Endstufe. In den Main-In eingeschliffen bringt der Grundig diesen klanglich deutlich nach vorne.

Vintage-Anlage

Schon immer faszinieren mich Geräte aus den 70er Jahren. Die Wertigkeit und Optik sind doch unübertroffen. Durch einen glücklichen Zufall bin ich zu fast jungfräulichen LS3/5a von Falcon gekommen. Ein Bekannter brachte sie testweise vorbei und es war Liebe auf den ersten „Blick“. Ein befreundeter Tonmeister hat einen sehr informativen Beitrag über diesen wunderbaren Lautsprecher geschrieben: https://medialux.blog/2019/07/14/the-ls3-5a-a-midrange-to-die-for-part-i/

Diese kleinen Wunderkästchen zaubern eine Räumlichkeit, wie es kaum schöner geht. Mit den 15Ohm hat der Yamaha-Oldtimer bis zu gehobener Zimmerlautstärke keine Probleme. Ganz wichtig sind die Stand´s für die LS3/5a. Ich habe die LS testweise etwas höher gestellt und schon war der Grundton weg.

Am Micro Seiki BL91 spielt ein Audio Technica 180 OCC ML an einem Micro MA505 Arm.

Nun steht hier eine HS A77.

Marantz 2240

Dieses Schmuckstück eines Receiver´s wurde von 1974-1977 in Japan gebaut. Er wiegt 14kg und kostete damals 1500DM. An 8Ohm liefert er 2x 40Watt.

Das Gerät spielt mit A.R.E.S alpha Effect Lautsprechern, die für 5€/Stck. erworben wurden, wunderschön auf. Wie ich herausfand, stammt A.R.E.S von Arcus und wurde später zu ADAM-Audio.

Es wurden nur die Elkos auf der Netzplatine erneuert.
Unterseite, wobei das Gerät noch auf 220V eingestellt ist.
Hier auf 240V, um die Bauteile zu entlasten. Ein Dank an Good-Old-HiFi – Herr Kahn!

Nostalgie

Ja, ich liebe alte Sachen. Ich finde sie sehr oft schöner und auch wertiger hergestellt.  Der Yamaha CA-1010 spielt bei mir im Büro an kleinen Mission Lautsprechern wunderschön auf.

Auch hier habe ich ein Video erstellt:

Im Video ist der Micro Seiki BL91 zu sehen. Micro Seiki aus Japan kam eigentlich aus der Maschinenbaubranche, wurde aber zum weltweit größten Plattenspielerhersteller.

Antiskating wird beim MA505 über einen Wolframfaden eingestellt.

Hier noch im Kaufzustand mit Ultracraft Tonarm:

Hier mit dem Marantz 2240.